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Die Kreisjägerschaft Meiningen e.V. möchte ihren Mitgliedern als auch interessierten Besuchern die Möglichkeit bieten, sich ein Bild über die Aktivitäten der Jägerschaft, an den Schnittstellen von Thüringer Wald, Grabfeld und Rhön zu verschaffen.


 

Jagd ist aktiver Naturschutz

Deshalb haben wir uns als Jäger hohe Ziele gesetzt, die weit über den landläufigen Begriff der Jagd hinaus gehen. So stehen wir als anerkannter Naturschutzverband für einen gesunden und im Rahmen der Nachhaltigkeit bewirtschafteten Wildbestand ein, ohne aus den Augen zu verlieren, mit welchen Herausforderungen die heutige Land- und Forstwirtschaft zu kämpfen hat. Darüber hinaus werden von uns große Anstrengungen hinsichtlich der Lebensraumgestaltung und Biotopver-besserung unternommen, um in unserer dicht besiedelten, intensiv genutzten Kulturlandschaft unserer heimischen Flora und Fauna weitere Verarmungen zu ersparen und neue Nischen zur Besiedelung zu schaffen.

Jagdliches Brauchtum ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Aktivitäten und kultureller Ausdruck unserer Liebe zur Natur.


Wir freuen uns deshalb auf Ihr Interesse und ggf. Unterstützung für unserer intensive Ehrenamtstätigkeit. Alle Mitglieder sind darüber hinaus eingeladen, sich auf den Informationsseiten über Aktuelles und Ereignisse in der Jägerschaft Meiningen zu informieren. Diese Seiten sind eine Einladung zum Dialog zwischen den Mitgliedern der Kreisjägerschaft Meiningen e.V., aber auch an alle jagdlich interessierten Besucher.

Ihre Kreisjägerschaft Meiningen e.V.

Welche Jagdarten gibt es?

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedenste Jagdarten entwickelt, welche jeweils in speziellen Situationen oder bei der Jagd auf bestimmte Tiearten am geeignetsten sind.
 

Die wichtigsten sind:

 
  • Die Treibjagd: 
Bei der Treibjagd wird Wild aus der Deckung getrieben. Oft gibt es eine Treiberkette mit Durchgehschützen, am Ende des Treibens erwarten Vorstehschützen das flüchtige Wild. Der unterscheid zur Drückjagd ist, dass das Wild auf einer Treibjagd flüchtig ist, bei der Drückjagd in der Regel nicht. Auf Hunde kann bei einer Treibjagd auf Niederwild nicht verzichtet werden. Zum Einen helfen die Hunde, das Wild aus der Deckung zu treiben, zum Anderen ist der Hund bei der Nachsuche auf Niederwild unverzichtbar. Bei der Treibjagd dürfen Unmündige, das sind Kinder unter 16 Jahre, nicht eingesetzt werden. Desweiteren, darf eine Treibjagd an Sonn- & Feiertagen während der Zeit des vormittaglichen Gottesdienstes nur dann stattfinden, wenn eine Störung des Gottesdienstes ausgeschlossen ist.
 
  • Die Drückjagd:
Die Drückjagd ist eine Form der Gesellschaftsjagd. Schützen Stellen sich an vorher Bekannt gegebenen Stellen auf, Treiber „drücken“ das Wild aus ihren Deckungen. Das Wild zieht in der Regel langsam, so hat der Jäger genug Zeit das Stück anzusprechen und kann einen gezielten Schuss ansetzten.
Die Treibjagd und die Drückjagd sind sogenannte Gemeinschaftsjagden, d.h. es nehmen mehrere Menschen an der Jagd teil. Je mehr Menschen an einer Jagd teilnehmen, um so größer müssen die Sicherheitsbestimmungen sein. Dem Landesjagdverband ist es zu verdanken, dass das Singnalband eingeführt wurde, dieses erhöt die Sichtbarkeit von Treibern im Dickicht erheblich.
 
  • Kreis- oder Kesseljagd:
Die Schützen/innen & Treiber/innen gehen in einem großen Kreis aus. Bei Ertönen des 1. Hornsignales darf geschossen werden bzw., die Schützen/innen & Treiber/innen werden dem Mittelpunkt zugehen. Falls der Kreis noch nicht geschlossen ist, das heißt es darf geschossen werden. Doch die Schützen/innen müssen langsam weiter gehen bis der Kreis geschlossen ist und dann erst gegen den Mittelpunkt drücken. Das 2. Hornsignal bedeutet Treiber/innen in den Kreis, das heißt, die Treiber/innen sollen vor den Schützen/innen in den Kreis hinein gehen. Die Schützen/innen dürfen aus dem Kreis heraus schießen. Das 3. Hornsignal bedeutet "Hahn in Ruh". Hier ist die Waffe zu entladen und gebrochen oder mit offenem Verschluss zu tragen, den Schützen/innen & Treiber/innen werden bei der Jagd die Signale angesagt. Es ist auch möglich, dass vier Hornsignale gegeben werden, zum Beispiel, wenn der Boden eisig und steinig ist: Gellergefahr, dann bedeutet das 2. Hornsignal immer, nicht mehr in den Kreis zu schießen.
Hier nur einige Fehler, die bei der Kreisjagd öfters passieren:
  1. Linieren, mit angeschlagener Flinte auf das Wild zielend die Schützenkette durchziehen. Es besteht die Gefahr, dass sich jederzeit ein Schuss lösen kann und Unbeteiligte verletzt oder gar getötet werden könnte!
  2. Das Sackflicken, zwei oder drei Schützen/innen bleiben zurück, so dass für das Wild im Kreis der Eindruck besteht, dort ist ein "Loch", auf das es massiert zuläuft, währenddessen die anderen Schützen/innen nicht zum Schuss kommen. Das gleiche ist die "Lochflickerei", wo der/die Schütze/in mit Absicht zu seinem/ihrem Nachbarn einen äußeren Abstand einhält, so dass das Wild auf die Lücke zuläuft. Hier werden dann Weitschüssen abgegeben, die meistens nur zum "Ankratzen" aber nicht zur Erlegung des Wildes führen.
  • Waldtreibjagd:
Hier werden die Schützen/innen beim Trieb angestellt. Treiber/innen gehen durch das Gebiet mit Lärmaufwand, Baumklopfen, Rufen etc. Das Wild kommt flüchtig zu den Schützen/innen.
 
  • Pirsch:
Hier begeht der Jäger vorsichtig und leise das zu bejagende Gebiet, er "pirscht". Dabei kann Spuren gefolgt werden, um Wildtiere aufzuspüren. Besonders erfolgversprechend ist diese Jagd bei Neuschnee, da die frischen Spuren besonders gut zu sehen sind und Geräusche vermieden werden.
 
  • Ansitzjagd:
Beim Ansitz wartet der Jäger oder die Jägerin an einer Lichtung oder an einer ähnlichen Freifläche, häufig auf einem Hochsitz. Wild, welches vorbei zieht, kann so in Ruhe beobachtet werden, bevor der Jäger entscheidet, ob er schießt. Die Beunruhigung ist minimal. Beim Ansitz wird hauptsächlich auf Rehwild, Raubwild und Hochwild gejagt.
 
  • Stöbern:
Mit Hilfe eines Hundes durchsucht man Felder oder Waldabschnitte, um flüchtendes Wild erlegen zu können. Diese Jagd Art findet meist auf Niederwild wie Hasen, Kaninchen oder Federwild statt. Sie wird von einem einzelnen oder einer kleinen Gruppe von Jäger/innen ausgeübt. Dafür benötigt man kurzjagende Hunde oder Vorstehhunde.
 
  • Riegel- oder Drückjagd:
Als nächste Jagd Art im Wald haben wir die Riegel- oder Drückjagd. Sie wird etwas anders durchgeführt und zwar benötigt man hier weitaus weniger Schützen/innen und weniger Treiber/innen. Die Schützen/innen werden an bekannten Wechsel und Pässe gestellt und das Wild wird langsam und leise gedrückt. Es soll vertraut kommen, um die Möglichkeit des Ansprechens zu bieten. Hauptsächlich haben wir die Riegeljagd auf Hochwild, Schalenwild und Füchse.
 
  • Bewegungsjagd:
Bei dieser Jagdform wird weiträumiger abgestellt. Das Wild wird nur so weit beunruhigt, dass es seine Einstände verlässt und möglichst vertraut und langsam auf den Schützen zuzieht. Das erleichtert den Jägern die gezielte Selektion und das Wild wird weniger beunruhigt. Diese Jagd Art wird in großen Revieren oder revierübergreifend auf alle Hochwildarten, Rehwild und Raubwild genutzt.
 
  • Fuchs-Sprengen und Dachs-Graben:
Diese Jagd geht folgendermaßen vor sich: Nach vorsichtigem Annähern zum Bau, wobei die Schützen/innen mit Schussfeld zu den Röhren angestellt wurden, wird der Bauhund in den Bau eingelassen. Im Normalfall wird der Hund den Fuchs aus dem Bau treiben, das heißt, der Fuchs wird gesprengt oder springt. Der Dachs verklüftet sich im Normalfall im Bau, das heißt, er versucht einen Erdwall zwischen sich und dem Hund aufzurichten, ein scharfer Hund hindert ihn daran und gibt Laut - er liegt vor - Der Jäger muss nunmehr durch Einschläge in die Röhre - man gräbt dort, wo man den Hund vermutet, Löcher - versuchen, zu dem Dachs zu kommen. Es gibt noch eine dritte Baujagd. Das Frettieren auf Kaninchen. Hier wird ein Frettchen (eigentlich ein Albino Iltis) in den Bau eingelassen. Die Kaninchen flüchten sofort aus dem Bau. Gefährlich ist es, wenn noch Jungtiere oder kranke Tiere vorhanden sind, da das Frettchen diese normalerweise tötet, seinen Hunger stillt und im Bau schläft.
 
  • Baujagd:
Hier haben wir die Baujagd mit Bau- und Erdhunden auf Fuchs und Dachse.
 
  • Brackierjagd:
Das ist die Jagd mit dem laut jagendem Hund. Der Hund wird auf die Fährte oder Spur angesetzt und Jagd langsam, Laut gebend dem Wild nach. Man bemüht sich, es an bekannten Wechseln abzufangen oder wartet darauf, dass die zum Beispiel beim Hasen, das Wild, an dem Platz, wo es aufgescheucht wurde, zurückkommt. Anschließend seien noch diverse Streifenjagden erwähnt, hauptsächlich auf
Rebhuhn und Fasan. Die Streifenjagd auf Hasen kann gefährlich für den Hasenbesatz sein, da meist die sich länger drückende Häsin erlegt wird. Besonders erwähnt seien hier der "Böhmische Streifen" und Halbmond.
 
  • Die Lockjagd:
Bei dieser Jagd Art versucht man, das Wild mit verschiedenen Hilfsmitteln anzulocken. So zum Beispiel den Fuchs durch den Mauspfiff und die Hasenklage. Er kann aber auch durch einen Luderplatz angelockt werden. Der Rehbock in der Brunft durch Blatten oder Fiepen, man ahmt hier den Ruf der brunftigen Geis nach. Eventuell kann auch die Geis mit dem Kitzruf angelockt werden und dabei dem brunftigen Bock mitziehen. Den Hirsch kann man eventuell mit dem Hirschruf, das heißt, man ahmt den Kampfruf des Rivalen nach, eventuell auch das Mahnen des Tieres. Enten und Gänse kann man mit der Lockjagd oder der Lockgans (eine Nachahmung des lebenden Tieres), die auf gut sichtbare Stelle des Wassers platziert ist, anlocken, da das Vorhandensein eines Artgenossen ein Signal von Nahrung und Sicherheit ist. Den Birkhahn kann man mit der Nachahmung des Rivalen anlocken. Gleichfalls die Ringeltaube, auch geht die Schnepfe auf das Puitzen.
 
  • Hüttenjagd:
Die Jagd mit dem Uhu. Es ist eine Art Lockjagd. Hier wird der Uhu (lebend platziert oder eine Nachbildung), in der Nähe einer Uhu Hütte aufgestellt. Der Uhu wird als großer Nachtraubvogel von Krähen, Elstern und Tagraubvögeln angegriffen, das heißt, sie kreisen um ihn und stoßen auf ihn herab (hassen und stechen). In der heutigen Zeit kann die Hüttenjagd nur mehr auf Krähen und
Elstern ausgeübt werden.
 
  • Frettieren
Bei dieser Jagd Art werden domestizierte Iltisse (Frettchen) eingesetzt, um Kaninchen aus ihren unterirdischen Bauen zu treiben. Außerhalb des Baues werden sie entweder durch Netze gefangen oder mit Schusswaffen (meist Schrotflinte) erlegt.
Schnepfenstrich
Die erste Jagd im Frühling ist der Schnepfenstrich. Die Schnepfe absolviert bei ihrem Zwischenaufenthalt auf dem Zug nach Norden in unserem Gebiet zum Teil die Balz. Daher streichen sie in der Morgen- & Abenddämmerung in geeigneten Gebieten suchend umher. Der Jäger oder die Jägerin stellt sich an bekannte gute Plätze und versucht in dieser kurzen Zeit zum Schuss zu kommen. Gänse- und Entenstrich Die Schützen/innen stehen gedeckt in der Nähe des Wassers. Es gibt auch hier einen Morgen- & Abendstrich. Die Gans streicht morgens vom Wasser zum Feld und abends zurück, bei den Enten ist dies umgekehrt.

 

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Die Jagd ist aktiver Naturschutz . . . .
Hirsch 004
Die Jagd ist nach-
haltig . . .

RECHTLICHES + + +

Die Weidgerechtigkeit oder Wildtiergerechtigkeit ist im Jagdgesetz festgelegt und bezeichnet gewisse Normen und Regeln, die für jede(n) verantwortungsbewusste(n) Jägerin bwz. Jäger gelten.

Definition

Waidgerechtigkeit oder auch Weidgerechtigkeit nennt man einen gewissen Kanon an Normen und Regeln, die für jeden verantwortlichen Jäger oder Angler gelten sollten. Dies umfasst unter anderem die Hege des Wildes oder der Fischbestände und den Verzicht auf bestimmte als grausam geltende Jagd- bzw. Angelmethoden. Diese Regeln sind nicht starr fixiert, sondern befinden sich in stetiger Weiterentwicklung. So gilt zum Beispiel der Schrotschuss auf Rehe nicht mehr als waidgerecht, obwohl dies in früherer Zeit anders gesehen wurde. Viele zunächst aus Übereinkunft getroffene Normen haben sich später in schriftlicher Form in Gesetzen oder anderen Verordnungen durchgesetzt.

Auch der Begriff der Waidgerechtigkeit selbst ist in die Jagdgesetze eingegangen. Erstmals eingeführt in die Gesetzessprache wurde der Begriff als „Deutsche Waidgerechtigkeit“ im § 4 des Reichsjagdgesetzes vom 3. Juli 1934. Auch heute noch ist er z. B. im § 1 Abs. 3 des Bundesjagdgesetzes zu finden:
„Bei der Ausübung der Jagd sind die allgemein anerkannten Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit zu beachten.

Ähnlich formuliert sind die Landes-Jagdgesetze in Österreich:
„Die Jagd ist in einer allgemein als waidgerecht anerkannten Weise und unter Beobachtung der Grundsätze einer geordneten Jagdwirtschaft auszuüben.“
(NÖ Jagdgesetz 1974, § 1, Abs 2).

Daneben gelten die nicht schriftlich normierten Regeln der Waidgerechtigkeit als mit Usancen vergleichbares Gewohn-heitsrecht und entfalten darum Gesetzeskraft: Im Sinne der Waidgerechtigkeit handelt man nach bestimmten Regeln, auf deren Einhaltung sich alle Beteiligten verlassen können
(„es wurde immer so gemacht“).

Gesetzliche Regelungen zur Waidgerechtigkeit gibt es ausschließlich in Deutschland und Österreich.
Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur weidgerechten Hege des Wildes verbunden, damit ein artenreicher und gesunder Wildstand sich entwickeln könne und erhalten werde".
Die Weidgerechtigkeit umfasst einen Kanon an Normen und Regeln, die die Achtung des Jägers oder der Jägerin gegenüber dem Mitgeschöpf widerspiegelt. Diese Regeln zielen darauf ab, dass die Jäger/innen ihr Handwerk verantwortungsbewusst und beispielhaft ausüben. Dazu gehört auch das Bestreben, das Tier möglichst effizient und tierschutzgerecht (ohne zu leiden) zu erlegen.

Unerlaubte Mittel und Methoden der Jagd sind durch das Landesjagdgesetz verboten.
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